Warum hochsensible Kinder und Jugendliche so oft gemobbt werden

Kind wird gemobbt, was tun?

Es gibt mehrere Gründe, warum hochsensible Kids so oft gemobbt werden. 

Hochsensible Kinder fühlen viel. Und tief.

Egal ob Freude, Angst oder Traurigkeit. Deshalb treffen Verletzungen sie auch einfach anders als Kinder, die nicht hochsensibel sind. Und genau das sieht man hochsensiblen Kids ganz häufig auch an. Weil sie weinen, weil sie das Gesicht verziehen und genau das ist ja das, was das Kind, das ärgert will. Es will eine Reaktion. Sonst macht das Ärgern und Mobben ja keinen Sinn. 

Hochsensible Kids haben einen ganz krassen Gerechtigkeitssinn.

Wenn etwas ungerecht ist, jemand ungerecht behandelt wird, etwas gesagt wird, das nicht stimmt, dann bringt sie das total auf die Palme - wieder eine Reaktion, die dem mobbenden Kind in die Karten spielt.

Hochsensible Kinder haben wenig Selbstvertrauen.

Hochsensible Kids haben oft schon früh gemerkt, dass sie anders sind, dass sie sensibler sind als andere Kinder und tragen die tiefen Überzeugungen in sich „Ich bin nicht okay, so wie ich bin. Ich bin anders, ich bin komisch, ich gehöre nicht dazu.“ Wenn dann jemand um die Ecke kommt, der oder die genau in diese Kerbe schlägt, also aufzeigt, dass da vermeintlich wirklich was komisch ist, das anderen auffällt, dann bestätigt das die Selbstzweifel. Und gerade in der Pubertät, wenn man sich verändert, wenn die Hormone alles durcheinander bringen, wenn man seinen Körper nicht mehr wiedererkannt, alles etwa umproportional wirkt, dann sind Teenies ja einfach auch noch verletzlicher, wenn Kommentare zu ihrem Äußeren kommen.

“Woran erkenne ich, dass mein Kind gemobbt wird?”

♡ Dein Kind zieht sich plötzlich von Freund*innen zurück.

♡ Es möchte nicht mehr in die Schule oder zu Freizeitaktivitäten.

♡ Es wirkt angespannt, traurig oder gereizt.

♡ Es klagt über körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen.

♡ Es schläft unruhig oder hat Albträume.

“Was du tun kannst, um mein gemobbtes Kind zu stärken?”

Mit der Schule sprechen und gemeinsam Lösungen finden. Vielleicht gibt es an eurer Schule Projekte gegen Mobbing, die in der Klasse stattfinden können. Wende dich an Klassenlehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen oder den / die Schulpsychologin.

Selbstvertrauen bei sensiblen Kindern stärken

Es ist super, wenn die Schule etwas unternimmt, gleichzeitig ist es so wichtig, das Selbstvertrauen deines Kindes aufzubauen und die inneren Überzeugungen loszulassen. Und den Körper auf der Reise mitzunehmen. Denn diese traumatischen Erlebnisse werden im Körper deines Kindes gespeichert. So dass es vielleicht selbst nach einem Schulwechsel noch Symptome zeigt. Dass die Angst so groß ist, dass es weiterhin nicht zur Schule kann. Dass es immer noch Bauchschmerzen hat, wenn es im Klassenzimmer ist. Und deshalb arbeite ich als Coach bei Kindern, die gemobbt werden, immer auch mit dem Körper. Mit der Klopftechnik EFT und anderen körperbasierten Techniken, damit die Erlebnisse nicht nur vom Verstand her verarbeitet werden, sondern auch der Körper wieder entspannen darf. Dei Erfahrungen loslassen kann und lernen darf, dass dein Kind in Sicherheit ist. 

Mehr zum Thema Mobbing bei HSK 

Wenn du noch mehr darüber wissen, willst, hör dir unbedingt meine 🎧Podcastfolge zu dem Thema an (Folge 13). Denn oftmals kommen durch Mobbing auch Themen wie Scham, Ausgrenzung in deinem Kind hoch, die seit Generationen weitergegeben wurden. Manchmal auch deine eigenen Erfahrungen, die du während der Schulzeit gemacht hast. Und da lohnt es sich, genauer hinzuschauen. 

Und wenn ihr euch Unterstützung bei dem Thema wünscht, dann vereinbare doch gerne einen Kennenlerntermin fürs Kinder- und Jugendcoaching und wir schauen, wie ich euch am besten unterstützen kann.

Alles Liebe für euch,

Susanne

Hier kannst du deinen Kennenlerncall buchen ♡

FAQs

Warum werden hochsensible Kinder häufiger gemobbt als andere Kinder?

Hochsensible Kinder fühlen einfach intensiver, man sieht ihnen an, wenn man sie reizt oder verletzt und genau diese Reaktionen beabsichtigen Menschen, die anderen mobben. Außerdem sind HSK (hochsensible Kinder) öfter eher ängstlich veranlagt, neigen eher zu Tränen oder beobachten eher - Eigenschaften, die von anderen Kindern manchmal als „komisch“ wahrgenommen und dann eben zum Anlass genommen werden, um zu ärgern oder auszugrenzen.

Woran erkenne ich als Elternteil, dass mein hochsensibles Kind gemobbt wird?

Typische Anzeichen können sein:
• Dein Kind zieht sich immer mehr zurück - besonders von Freund*innen, aber auch von euch.
• Dein Kind möchte nicht mehr zur Schule oder hat keinerlei Interesse mehr an seinem Hobby.
• Dein Kind ist fast immer traurig, super gereizt oder angespannt.
• Dein Kind hat ständig körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen.

Wie unterscheidet sich Mobbing von gelegentlichem Ärgern?

Mobbing ist wiederholtes, absichtliches Verletzen über einen längeren Zeitraum — gerade auch durch Gruppen von anderen. Ein einmaliger Streit oder sich gegenseitig ärgern sind auch oft mit heftigen Reaktionen verbunden, sind aber auch wichtig in der Entwicklung.

Was kann ich tun, wenn mein Kind gemobbt wird?

Sprich dein Kind offen darauf an, erkläre, was Mobbing ist oder macht. Und dann such unbedingt das Gespräch mit der Schule (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit oder Schulpsycholog*innen) und arbeitet gemeinsam an Lösungen. Gleichzeitig ist es wichtig, das Selbstvertrauen deines Kindes zu stärken und es emotional zu unterstützen - zum Beispiel im Coaching.

Wie kann ich das Selbstvertrauen meines hochsensiblen Kindes stärken?

Selbstvertrauen kommt nicht über Nacht und gleichzeitig kannst du hierfür ganz viel tun. Selbstvertrauen entsteht über neue Erfahrungen, die das Kind im Körper sicher erleben kann. Methoden wie EFT oder körperorientierte Techniken können helfen, alte Verletzungen und Anspannung im Körper zu lösen — sodass das Kind nicht nur verstandesmäßig, sondern auch körperlich lernen kann: Ich bin sicher und toll so, wie ich bin.

Können Mobbingerfahrungen langfristige Folgen haben?

Ja — Mobbing hat nicht nur emotional Folgen, sondern auch körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Schlafprobleme oder Schulangst können auftreten. Diese Reaktionen können auch bestehen bleiben, wenn sich die Situation ändert, deshalb ist es so wichtig, die Erfahrungen aufzuarbeiten und dabei den Körper mitzunehmen, bspw. durch EFT.

Wie kann ich mein Kind konkret im Alltag schützen?

• Achte auf Veränderungen im Verhalten deines Kindes
• Sprich offen mit deinem Kind, was Mobbing ist & was es tun kann.
• Unterstütze den Aufbau von Freundschaften und sozialen Kompetenzen
• Sprich über Hochsensibilität, damit dein Kind sich selbst besser versteht
• Sucht euch Unterstützung, wenn belastende Erlebnisse tief sitzen und achtet darauf, dass die Therapeut*in oder die Coach mit Techniken arbeiten, die Verstand & den Körper miteinbeziehen.

Sollte ich der Schule das Thema Hochsensibilität erklären?

Hör da genau auf dein Gefühl. Es kann helfen, wenn Lehrkräfte und Mitschüler*innen besser verstehen, was Hochsensibilität bedeutet. Denn das kann das Empathie, Rücksicht und ein unterstützendes Umfeld fördern. Allerdings nur, wenn du das Gefühl hast, dass du es auch ansprechen kannst und es nicht abgetan wird.

Hilft es, wenn ich selbst meine eigenen Schul-Mobbingerfahrungen reflektiere?

Auf jeden Fall. Wenn du selbst Mobbing erlebt hast, sitzt dieses Trauma oft noch tief vergraben in deinem Unterbewusstsein und kann u.a. dafür sorgen, dass du dich hilflos in der Situation fühlst. Außerdem ist es hilfreich, wenn du deinem Kind davon berichten kannst, wie du das Mobbing erlebt hast, wie du daran gewachsen bist und wie du es geschafft hast, es hinter dir zu lassen.

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Winterdepression bei Hochsensiblen

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Warum Hochsensible so schwer Kontrolle abgeben können – und wie du wieder ins Vertrauen kommst